Museumstipp auf www.kulturland-oberoesterreich.at

http://www.kulturland-oberoesterreich.at/start.html

http://www.kulturland-oberoesterreich.at/sixcms/detail.php?id=100377623

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Museum Sigharting 900 zum Museumstipp des Monats gekürt

Museumstipp des Monats Juli 2010

Pramtal Museumsstraße mit neuem Museumserlebnis
Museum Sigharting 900

Museum Sigharting 900 ist vom Verbund Oberösterreichischer Museen für Juli 2010 zum „Museumstipp des Monats“ gekürt worden.

Nach der Generalsanierung von Schloss Sigharting hat die Pramtal Museumsstraße mit dem Museum Sigharting 900 eine neue Museumsattraktion. Das Museum ist für den Besucherverkehr ganzjährig geöffnet und lädt Jung, Junggebliebene und Familien ein, in die  900-jährige Geschichte der Gemeinde Sigharting anhand ausgewählter Themen einzutauchen.

Weitere Informationen

http://www.ooemuseumsverbund.at/de_museum-des-monats_4_95.html

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Kleine Gemeinde mit großem Aushängeschild

Beitrag in den OÖ Nachrichten zur Schlosseröffnung in Sigharting

http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/innviertel/schaerding/art14856,412971

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Großer Andrang bei Museumseröffnung in Sigharting

Das 3-Tages-Fest zur Eröffnung von Schloss Sigharting nach der Generalsanierung war ein voller Erfolg! Die Besucherinnen und Besucher zeigten sich vom neuen Glanz des Schlosses und des Museums begeistert!

Mit einem Schlossfest für alle Sighartingerinnen und Sighartinger begann am Freitag, dem 11. Juni 2010 das feierliche Programm des Eröffnungsfestes von Schloss und Museum. Altbürgermeister Johann Propst erhielt den Ehrenring der Gemeinde, Oberschulrat Eberhard Pöstinger die Goldene Ehrennadel, Eduard Weizenauer und Herbert Ruhland wurden die Silberne Ehrennadel überreicht.

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Begegnung. Rund 250 ehemalige Schülerinnen und Schüler, die noch im Schloss den Unterricht besuchten, trafen sich zu einem großen Wiedersehen. Die Goldhaubengruppe Unteres Innviertel veranstaltete dazu im ganzen Schloss eine Ausstellung „Rund um die Tracht & mehr“ und lud am Abend zur „1. Galanacht der Tracht“ mit Tanz und Live-Musik.

Die offizielle Eröffnung erfolgte am Sonntag, den 13. Juni 2010 durch Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Bgm. Alois Selker im Rahmen eines Festaktes. Pühringer nannte das 1570 errichtete Schloss „ein Stück in Mauern gefasste Geschichte“ und lobte die Anstrengungen der Gemeinde Sigharting zur Revitalisierung des Kulturjuwels im Herzen des Pramtals.

Gut 400 Sighartingerinnen, Sighartinger, zahlreiche prominente Gäste, Politiker und Freunde ließen sich den Festakt und den anschließenden ORF-Frühschoppen mit Walter Egger nicht entgehen und waren begeistert von ihrem neuen Museum.

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Herzlich Willkommen im Museum Sigharting 900

Museum Sigharting 900 öffnet am 13. Juni 2010 erstmals seine Pforten.

Lassen Sie sich im wunderschönen Ambiente von Schloss Sigharting verzaubern und reisen Sie mit uns durch die Geschichte Sighartings.

Machen Sie sich bei einem Rundgang durch unser Museum und das Schloss einen lebendigen Eindruck vom vielfältigen Kultur- und Gesellschaftsleben vergangener Zeiten und wagen Sie mit uns einen Ausblick in die Zukunft.

Museum Sigharting 900 ist ein Denkanstoß!

„Sigharting! Ich war dort!“ eine Einladung an alle, mit langsamen Schritten und offenen Augen ein außergewöhnliches Museumserlebnis zu erfahren.

Das „etwas andere Museumsprojekt“ ist ein Heimatmuseum in ganz neuer Form. Themenbezogen weiß das Museum viel Spannendes, Lehrreiches und Wissenswertes aus der gut 900-jährigen Geschichte Sigharting zu erzählen.

Wir freuen uns, Sie herzlich in Schloss Sigharting begrüßen zu dürfen!

Ihre

Gemeinde Sigharting

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Schlosseröffnung & Museumseröffnung Sigharting

Von 11. bis 13. Juni 2010 ist es endlich soweit – Schloss Sigharting wird nach seiner Generalsanierung eröffnet.

Gleichzeitig wird das neu gestaltete Museum Sigharting 900 der Öffentlichkeit präsentiert. Seien auch Sie dabei!

Fest- und Rahmenprogramm

Freitag, 11. Juni 2010

20.00 Uhr Schlossfest für Sighartingerinnen und Sighartinger

Festakt mit Verleihung des Ehrenringes und der Ehrennadel durch Landtagspräsident Friedrich Bernhofer und BGM Alois Selker im Kultursaal des Schlosses Sigharting
Musikalische Umrahmung „TOP 2“

Samstag, 12. Juni 2010

9.00 bis 13.00 Die „Oberösterreichische Gesundheitsstraße“
mit Vorstellung von Gesundheitsbetrieben, Turnsaal der Volksschule Sigharting

10.00 Uhr Schülertreffen in Schloss Sigharting
Eingeladen sind alle Schul-Jahrgänge, die noch im Schloss den Unterricht besuchten.

12.00 bis 20.00 Uhr Ausstellung in Schloss Sigharting
„Rund um die Tracht & mehr“
Trachten – Schmuck – Stoffe – Blaudruck – Taschen – Hüte –Kräuter – Gesundheit – Blumen – festlich gedeckter Tisch – Cocktailzeit – Mahlzeit -„Kaffee und Himmlische Sünden“ – Brauchtum – Lebendiges Handwerk – Sticken- Klöppeln

20.00 Uhr 1. Galanacht der Tracht
Die Goldhaubengemeinschaft „Unteres Innviertel“ laden zur 1. Galanacht der Tracht im wunderschönen Ambiente von Schloss Sigharting
Mit angenehmer Livemusik, Volkstanz und „Schuplattln mit Händ’t und Fiaß“.

Eintrittskarten erhältlich bei den Obfrauen der Ortsgruppen (€ 7,00).
Keine Abendkasse. Der Reinerlös geht zu Gunsten des Roten Kreuzes, Bezirk Schärding

Sonntag, 13. Juni 2010

7.45 Uhr Aufstellung zum Festzug

8.00 Uhr Gottesdienst in der Pfarrkirche Sigharting

Ab 8.45 Uhr Empfang der Gäste im Schlosshof
9.00 Uhr Festakt im Kultursaal des Schlosses Sigharting

Begrüßung durch BGM Alois Selker
Festansprache Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer
Verleihung der Tafel „Gesunde Gemeinde“
Segnung des Schlosses durch Herrn Dechant Mag. Franz Gierlinger

10.00 Uhr ORF-Frühschoppen
mit Konsulent Walter Egger im Turnsaal der Volksschule Sigharting
Präsentation der „Siachtinger Tracht“

11.00 bis 12.00 Uhr Frühschoppen – Live in ORF OÖ auf 95,2
Musikalische Gestaltung: Musikkapelle und Kirchenchor Sigharting und Innsaiter

14.00 Uhr Vortrag im Kultursaal von Schloss Sigharting
„Die Gesundheitsapotheke aus dem eigenen Garten“
Erfahren Sie mehr über den einfachen, praktischen Einsatz der Kräuter, Gewürze und Obstsorten nach Hildegard von Bingen. Referent: Erwin Kampl.

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Museumsschätze – Die Goldhaube

Bestimmend für die Frauentracht in Oberösterreich ist bis zum heutigen Tage die Goldhaube geblieben. Vom Ausgang des 17. Jahrhunderts, besonders im 18. und bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts hinein, entwickelten sich in den reichen Donaustädten von Ulm über Regensburg, Passau und Linz entlang der Donaustraße kostbare Formen, die Seide, Silber und Gold zur Gesamtausstattung verwendeten. Die goldglänzende „Linzer Haube“ wanderte von der Stadt über den Marktbürger in die Bauernhäuser. Neben den großen schwarzseidenen Kopftüchern wird die Goldhaube allmählich zum prunkvollen Ausdruck des bäuerlichen Festtagskleides.  (Quelle: Alte Bauernherrlichkeit. Max Kislinger, Linz 1957)

Eine der frühesten Erwähnungen der „Linzer Haube“ („Böndel-Haube“) findet sich in „Johann Bernoullis Sammlung kurzer Reisebeschreibungen“ (1779 – 1782). Dort berichtet Ignaz de Luca: „Das Frauenvolk in Oberösterreich trägt … vom reichem Goldstoff auf schwarzem Samt unterlegte sogenannte Linzer Hauben oder Bändelhaube, mit breiten goldenen Spitzen am Rand eingefasst…“.

Goldhaube Museum Sigharting 900

Goldhaube Museum Sigharting 900

Historische Entwicklung
An der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert begannen die Hausherrinnen des reichen Industrieadels in Krems- und Steyrtal goldene Hauben zum Sonntagsstaat aufzusetzen. Die Bürgersfrauen der Biedermeierzeit hatten neben der Goldhaube zur Festtracht auch eine schwarze Flor- oder Perlhaube für die Wochentage zuhause. Alles was wir an Volkstrachten in Oberösterreich ansprechen, kommt aus dem 18. Jahrhundert und hat sich bis in die Zeit um 1848 relativ konstant gehalten. Durch die Bauernbefreiung erfolgte jedoch ein Abstreifen von althergebrachten Kleidersitten. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts verschwand die Goldhaube als selbstverständlicher Sonntagsstaat und wurde nur mehr in Gruppen und Vereinen getragen. Das Kopftuch hielt sich aber im bäuerlichen Bereich bis in die Zeit des 2. Weltkrieges. Zum normalen modischen Feiertagskleid oder Kostüm trugen es viele Frauen noch als sonntäglichen Kopfschmuck.

In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts erlebten das kostbare Festkleid und die Prunkhaube eine echte Renaissance. Frau Prof. Dr. Katharina Dobler machte es möglich, dass durch das Landesinstitut für Volksbildung und Heimatpflege Stickkurse angeboten wurden, bei denen Frauen diese Hauben selbst herstellen konnten. In diesen Jahren nahm das oberösterreichische Wunder seinen Anfang, das bis heute anhält.

Die Festtracht überwand den sozialen Status der Bürgerfrau und so werden heute die Goldhaube, das Kopftuch und der Hut quer durch die verschiedenen Gesellschaftsschichten in einer großen Gemeinschaft getragen.

Goldhaubenträgerin Sigharting

Die klassische Linzer Goldhaube

Nach 1805 ist die Wendung in der Entwicklung der Goldhaube nicht mehr aufzuhalten. Sie etabliert sich als gleichwertige Kopfbedeckung. Ihre ursprüngliche Funktion und ihr Zweck das Haar zusammen zu halten und zu bedecken, wandelt sich zum Selbstzweck. Nicht mehr Funktionalität steht von nun an im Mittelpunkt, sondern dem derzeitigen Schönheitsideal weitgehend zu entsprechen. Das Schönheitsideal der Zeit zwischen 1805 und 1815 ist durch die klassische Antike bestimmt. Kaiser Napoleon, die beherrschende Politik der Franzosen und die auf ihren Feldzügen durch Österreich marschierenden Heere hinterlassen einen kräftigen Geschmack französischen Lebensstils in den Ländern entlang der Donau.

Von nun an muss auf alte Formen der Goldhaube nicht mehr Rücksicht genommen werden. Entsprechend modischen Tendenzen und Strömungen, die in der Luft liegen und denen sich auch die Oberösterreicherinnen nicht entziehen können, entwickelt sich die Goldhaube weiter. Vorbilder für die Weiterentwicklung lassen sich in den Kopfbedeckungen der klassischen Antike und militärischen Helmformen finden.

Friedrich J. Bertuch (1747-1882), Herausgeber einer Modejournals schildert um 1805 die Situation in Linz folgendermaßen: „Auf den Straßen ein buntes Gewühl von Russen, Österreichern und einzelnen französischen Kriegsgefangenen, unter denen die schönen Linzerinnen mit ihrem junonischen Wuchse und in ihrer Tracht von langen Leibröcken und den Goldhauben, die einer phrygischen Mütze gleichen, sich gut ausnehmen.“

Der Wunsch, den Knauf als bekrönenden Abschluss der nunmehr als Goldhelm empfundenen Haube aufzusetzen, zieht eine Gewichtsverlagerung und eine Drehung der Gewichtsachse des durch seine Metallbestandteile nicht mehr ganz leichten Haubengebildes nach sich. Die Masche, ehemals Zugband der Bodenhaube, dient fortan als dekoratives Element. Dies bildet die Geburtsstunde der klassischen Linzer Goldhaube.

Die Goldhaube, wie wir sie heute kennen, ist das Produkt einer jahrhundertelangen Entwicklung. Ihre stilistische Blüte erreichte die, ursprünglich zum Sonntagskleid getragene, bürgerlichen Kopfbedeckung, im frühen 19. Jahrhundert. Die bekannteste unter ihnen ist die „Linzer Goldhaube“. Ursprünglich als bürgerliche Tracht wurde sie aber bald auch von Verkäuferinnen, Kellnerinnen und Köchinnen getragen. Dies lässt den Schluss zu, dass auch „ledige Menscher“ Goldhauben tragen durften.
Aus historischen Polizeiberichten geht hervor, dass die Goldhauben zwischen 1805 und 1820 stark verbreitet und wegen ihres kostbaren Stoffwertes ein begehrtes Ziel von Langfingern waren. Den vielen Berichten ist zu entnehmen, dass die Goldhaube zwischen 1808 und 1836 von allen sozialen Ständen getragen wurde.
Die Goldhaube kam nie ganz aus der Mode.

In Sitte und Brauch des Jahreskreislaufs hatte sie zwischen 1870 und 1970 immer ihren festen Platz, ob bei Goldenen Hochzeiten, Primizfeiern, Glockenweihen, Fronleichnam, Schuleinweihung oder größeren Empfängen.

Verbreitung der Goldhaube Quelle: Bauernmuseum Osternach

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